Mit Übergabe eines Forderungspapiers
Das Verkehrsministerium Baden-Württemberg setzt sich dafür ein, dass alle Menschen gleichberechtigt mobil sein können – in der Stadt und auf dem Land. Um das zu erreichen, gibt es einige Stellschrauben: Bezahlbarkeit, Barrierefreiheit, regionale Gleichwertigkeit, Arbeitsplatz und Bildungszugang, Partizipation und Gesundheit.
Um Interessen verschiedener Personengruppen einzubeziehen, organisierte das Verkehrsministerium gemeinsam mit der Evangelischen Akademie Bad Boll die Veranstaltungsreihe „Mobilitätswende gerecht gestalten“. Eingeladen sind seit 2021 jährlich Verbände, soziale Initiativen und Kommunen. Ziel ist es, gemeinsam Lösungen für eine sozial gerechte und nachhaltige Mobilitätswende zu entwickeln.
Eine zentrale Erkenntnis der Reihe war, dass viele Maßnahmen nicht nur der jeweils betrachteten Zielgruppe helfen, sondern oft systemische Vorteile für eine vielfältige Mobilitätsbedarfe schaffen. So unterstützt etwa Barrierefreiheit in Zügen nicht nur körperlich eingeschränkten Personen, sondern auch auch Familien mit Kinderwagen, Reisende mit Koffern oder Radtouristen.
Verkehrsminister Winfried Hermann sagte: „Wir wollen, dass jeder Mensch in Baden-Württemberg sicheren Zugang zu umweltfreundlichen Verkehrsmitteln hat. Das muss unabhängig von Alter, Geschlecht, Einkommen, Migrationsgeschichte oder körperlichen Voraussetzungen gelten. Dazu gehören gute Angebote und Maßnahmen gegen beispielweise gefährdende Falschparker. Mobilität der einen darf nicht auf Kosten anderer gehen. Gefährliches Verhalten muss intensiver kontrolliert werden.
„Die Mobilitätswende ist ein zentraler Hebel zur Erreichung der Klimaziele. Sie ermöglicht, soziale Ungleichheiten zu überwinden. Für uns ist klar: Mobilität ist ein Grundrecht und Voraussetzung für gesellschaftliche, kulturelle und berufliche Teilhabe.“, kommentierte Herr Dr. Knapp, Diakonisches Werk der evangelischen Kirche in Württemberg e. V.
Herr Dr. Lang. LIGA-Vorstand und Vorstand AWO Württemberg, ergänzte: „Mobilität ist Teil der Daseinsvorsorge. Es ist klasse, wie das Verkehrsministerium versucht, die ‚Verkehrswende gerecht zu gestalten‘ und dabei möglichst alle Menschen im Blick zu behalten. Wer die Mobilitätswende will, muss sie sozial gestalten.“
Zum Schluss wurde ein Verkehrsminister Winfried Hermann ein Forderungspapier übergeben:
v.l.n.r.: Dr. Marco Lang, Verkehrsminister Winfried Hermann, Dr. Kornelius Knapp
