Die AWO pflegt: "Menschen, Beziehungen, Traditionen"
Maultaschen sind ein klassisches schwäbisches Nationalgericht: Sie werden oft an Gründonnerstag oder Karfreitag serviert. Man kennt sie auch unter dem Namen: "Hergottsbescheißerle", denn sie wurden, wie es heißt, im Kloster Maulbronn erfunden, um Fleisch in Nudelteil vor Gott zu verstecken.
So werden sie auch in vielen Seniorenzentren der AWO Württemberg serviert - im AWO Pflegeheim am Mühlbach immer am Gründonnerstag. Am 02.04.26 ist es wieder soweit!
In den Genuss dieses leckeren Gerichtes kommen natürlich vor allem unsere Bewohner*innen, aber auch sehr gerne Teilnehmende am sogenannten Offenen Mittagstisch. Wer teilnehmen möchte, meldet sich bitte bis zum 31.03.2026 telefonisch direkt in der Küche der Einrichtung an (wochentags zwischen 07:00 und 11:00 Uhr - Telefon: 0 71 43 - 96 20 49) und erfährt dort auch alles rund um Kosten und Bezahlung.
Alle Infos zum Offenen Mittagstisch herunterladen
Wenn das nicht mal einen Beitrag in unserer Rubrik: "Köstlichkeiten der Kulturen" wert ist. Erfahren Sie mehr zu besonderen Rezepten in der AWO-Welt auf der Seite: Kulinarische Schätze
Weitere Infos gibt es hier: Wohnen und Leben - Haus am Mühlbach
Und hier folgt jetzt das Rezept:
Einrichtungsleitung Daniela Lehmann schrieb uns dazu:
"Hier ist das Rezept zu unserer mittlerweile alljährlichen Osterspezialität - frisch und hausgemacht wie zu alten Zeiten, die schwäbischen Maultaschen "traditionell & edel" - mit feiner Petersilie und dezentem Bauchspeck!
Der klassische "Herrgottsbescheißerle" in einer verfeinerten Variante: Saftiges Brät trifft auf frischen Spinat! Viel Spaß und guten Appetit!
Für Portionen: 4 Personen (ca. 12–16 Maultaschen)
Vorbereitungszeit: 45 Min. | Garzeit: 12 Min.
Zutaten Für die Füllung:
300 g gemischtes Hackfleisch (Rind & Schwein)
200 g feines Bratwurstbrät (vom Metzger)
200 g Blattspinat (TK, aufgetaut und sehr fest ausgedrückt)
60 g geräucherter Bauchspeck (hauchdünn gewürfelt)
2 alte Brötchen (vom Vortag) 150 ml lauwarme Milch (zum Einweichen)
1 große Zwiebel (fein gewürfelt)
1 EL Butter
½ Bund glatte Petersilie (fein gehackt)
2 Eier (Größe M)
Gewürze:
Salz, frisch gemahlener Pfeffer, reichlich Muskatnuss, 1 TL getrockneter Majoran
Für den Teig & das Garen:
2 Rollen frischer Maultaschenteig (à 300g, aus dem Kühlregal)
1 Ei (verquirlt, zum Bestreichen)
2 Liter kräftige Fleischbrühe (zum Sieden)
Zubereitung Vorbereitung:
Die Brötchen in der lauwarmen Milch einweichen. Sobald sie weich sind, extrem fest ausdrücken und fein zerzupfen.
Den Spinat nach dem Ausdrücken fein hacken.
Das Aroma-Duo: Die Butter in einer Pfanne erhitzen. Die Zwiebelwürfel darin glasig dünsten. Kurz vor Ende die feinen Speckwürfel hinzugeben und kurz mitziehen lassen. Die Pfanne vom Herd nehmen und die gehackte Petersilie unterrühren. Abkühlen lassen.
Die Füllung: In einer großen Schüssel Hackfleisch, Brät, Spinat, die eingeweichten Brötchen, zwei Eier und die Zwiebel-Speck-Mischung vermengen. Kräftig mit Salz, Pfeffer, Muskat und Majoran abschmecken (die Masse darf ruhig kräftig würzig sein).
Rollen & Formen:
Den Nudelteig auf einer Arbeitsfläche ausrollen. Die Fleischmasse gleichmäßig etwa 0,5 cm dick darauf verstreichen, dabei am oberen Längsrand einen ca. 3 cm breiten Streifen frei lassen. Diesen Rand mit verquirltem Ei bestreichen.
Finalisieren:
Den Teig von der unteren Seite her vorsichtig aufrollen. Mit einem Kochlöffelstiel im Abstand von ca. 5 cm feste Kerben in die Rolle drücken, um die Kammern zu versiegeln. An diesen Stellen die Maultaschen mit einem Messer durchschneiden.
Garen:
Die Fleischbrühe in einem großen Topf zum Sieden bringen (nicht sprudelnd kochen!). Die Maultaschen vorsichtig hineingeben und ca. 10–12 Minuten gar ziehen lassen, bis sie an der Oberfläche schwimmen.
Serviervorschlag:
Traditionell in der heißen Brühe mit Schnittlauch servieren oder
„geschmälzt“ mit in Butter goldbraun gerösteten Zwiebelringen und einem schwäbischen Kartoffelsalat genießen.
