Die Arbeiterwohlfahrt gehört zu den sechs Spitzenverbänden der Freien Wohlfahrtspflege. Sie wird bundesweit von über 300.000 Mitgliedern, mehr als 72.000 ehrenamtlich engagierten Helfer*innen und rund 242.000 hauptamtlichen Mitarbeiter*innen getragen. In Württemberg hat die AWO rund 8.000 Mitglieder und fast 5000 Mitarbeiter*innen. Die Grundwerte der Arbeiterwohlfahrt Freiheit, Gleichheit, Gerechtigkeit, Solidarität und Toleranz sind immer handlungsleitend. In der Kinder- und Jugendhilfe haben wir langjährige und vielfältige Expertise durch Kitas, die Schulkindbetreuung und Ganztagsschulen, durch die Schulsozialarbeit sowie die offene Jugendarbeit, und traditionell natürlich auch über die Waldheime und Stadtranderholungen in den Ferien.
Die AWO steht seit ihrer Gründung für Hilfe zur Selbsthilfe, heute methodisch übersetzt mit Empowerment oder auch peer-to-peer Ansätzen zur Ermöglichung von Selbstwirksamkeit. Sie zeichnet von jeher aus, dass sie von den Bedürfnissen der Menschen ausgeht und dafür kämpft, die Rahmenbedingungen dafür passend zu gestalten – nicht andersrum. Die AWO engagiert sich seit der Nachkriegszeit für Bildungsgerechtigkeit und Teilhabe in der Waldheimarbeit, um Kindern unabhängig vom Geldbeutel der Eltern schöne Ferien zu ermöglichen. Später ist sie aus Überzeugung in den Kitabereich eingestiegen, um insbesondere Frauen die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu ermöglichen. In der Schulsozialarbeit startete das Engagement der AWO an sogenannten Brennpunktschulen. Auf Basis der dort gesammelten Erfahrungen setzen wir uns seit Jahren zunehmend dafür ein, die Nahtstelle Schule und Jugendhilfe zu gestalten und somit eine Lotsenfunktion zwischen den Systemen einzunehmen – ohne erlebte Systembrüche für die jungen Menschen. Aktuell setzt sich die AWO massiv dafür ein, den Rechtsanspruch auf Ganztagsförderung für Grundschulkinder ab dem Schuljahr 2026/2027 so zu gestalten, dass die Förderung der einzelnen jungen Menschen im Vordergrund steht. Nur wenn jeder junge Mensch sein oder ihr Potenzial voll entfalten kann, können wir die gesellschaftlichen – auch demokratischen – und volkswirtschaftlichen Herausforderungen der Zukunft meistern.
Die AWO ist dazu bereits an zahlreichen Stellen Partner der Schulen in der Gestaltung des Ganztags. Der zielorientierte Ganztag wird für die AWO gemeinsam mit der jeweiligen Schule definiert und gestaltet. Prämissen der Kooperation sind für uns:
- immer vom Kind aus denken – und sie einbeziehen (Partizipation)
B. Eltern- und Kinderjury für Auswahl des Caterers, Wahlmöglichkeit bei AGs zu verschiedenen Alltagskompetenzen (schwimmen, singen, kochen, backen, etc.) - immer den Lebensraum Schule in den Sozialraum hinein erweitert denken (Sozialraumorientierung) z.B. Mit-Nutzung von Einrichtungen der Jugendarbeit und Vereinen
- immer die Kinderrechte berücksichtigen und Kinder zu aktiven, mündigen Bürgern machen (Demokratiestärkung)
B. durch Einführung eines Kinderparlaments (Weiterentwicklung der SMV) - immer die Eltern mitnehmen: Erziehungspartnerschaft zwischen Schule und Familie braucht Neu-Interpretation (Familienbildung) z.B. durch das peer-to-peer Coaching Format Eltern-Talk zu Medienbildung, Umgang mit Stress, kultursensible Vereinbarkeitsthemen, Mütter - Töchtertreff, Väter - Söhnewerkstatt, armutssensible Eltern-Kindercafe, und anderes
Haben wir Ihr Interesse geweckt? Sprechen Sie uns an!
Ansprechpartner:
Referat Kinder- und Jugendhilfe: Laura Streitbürger streitbuerger@awo-wuerttemberg.de
Geschäftsführung: Dr. Marco Lang marco.lang@awo-wuerttemberg.de
